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neue Ausschreibung Literatur


  >> 6. Prosapreis JuLi 2019

 

Ansprechpartnerin: Karin Bruder

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03.11.2018 bis 23.11.2018

Suite et poursuite

Marie-Hélène H.-Desrue – Malerei / Zeichnung

Vernissage: Freitag, 02.11.2018. um 19.00 Uhr


Einführung: Dr. Ursula Merkel, Kunsthistorikerin
Musikalische Begleitung: Michael Ariel Friedmann, Harfe

 

Die Malerin Marie-Hélène H.-Desrue gibt mit dieser Ausstellung einen Einblick in den fortlaufenden Prozess ihrer Malerei und Bildfindung. Mit dem Titel spielt die Künstlerin auf ihre Arbeitsphilosophie, aber auch auf ihre Technik an: Inspiration gibt es nicht. Bilder entstehen aus wahrgenommem, skizziertem, geträumtem Material. Im Laufe der Arbeit - zuweilen von Jahren - reifen Formen und innere Landschaften zu Bildern.

 

In ihren „Zeitraum-Serien“, den „Fall-Bildern“, den Täuschungs- und Spiegelungsbildern, in der Unendlichkeit und im Fortlaufen des Runden ­ verfolgt sie, fasziniert vom Bewegten und scheinbar Unzuverlässigen, eine Spur. In diesem Fortschreiten liegt kein Fortschritt, irgendwann steht man wieder am Anfang, denn wie der Dichter A. Guillevic schrieb: „L´horizon nous condamne au cercle“ (Der Horizont verdammt uns zum Kreis).

 

 

Finissage: Freitag, 23.11. 2018 um 19.00 Uhr
mit der Künstlerin und Musik: Jogalo, Sologitarre

Marie-Hélène H.-Desrue, Sehlandschaft
Marie-Hélène H.-Desrue, Sehlandschaft


04.11.2018 16.00 bis 18.00 Uhr

 

Verfolgt – verfemt – „verbrannt“ – Literatinnen unter der Nazi-Diktatur

 

Lesung aus Texten von Ruth Klüger und Alice Berend (Vera Morelli) sowie Annette Kolb (Franziska Joachim).

 

Sofort nach der Machtübernahme Hitlers im März 1933 begannen die Nationalsozialisten mit der Bücherverbrennung. Und es erfüllte sich die düstere Prophezeiung Heinrich Heines, dass da, wo Bücher brennen, auch bald Menschen brennen werden. Die Lesung erinnert an einige der vor 85 Jahren verbotenen, verfemten, ins Exil getriebenen oder später in die Konzentrationslager verbrachten deutschsprachigen Schriftstellerinnen.

 

Dazu gehört die 1931 in Wien geborene Literaturwissenschaftlerin Ruth Klüger, die in ihrem Buch "weiter leben" ihr Überleben in drei Konzentrationslagern (Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau, Christianstadt-Großrosen) schildert.

 

Dazu gehört ferner die heute weitgehend vergessene Erfolgsautorin Alice Berend (1875 - 1938), genannt die "kleine Fontane", aus deren heiter-ironischem Werk "Die gute alte Zeit - Bürger und Spießbürger im 19. Jahrhundert" ausführlich zitiert wird.

 

Die pazifistische deutsch-französische Schriftstellerin Annette Kolb (1870-1967) hat in ihrem Essay ‚Memento‘ ihre Flucht aus Nazideutschland beschrieben, eine Flucht, die sie zunächst nach Paris und dann als über Siebzigjährige nach New York geführt hat.
Die Namen und Werke dieser und vieler weiterer Literatinnen verdienen es, der Vergessenheit entrissen zu werden. Es ist an der Zeit, ihnen den Platz in  der Literatur einzuräumen, der ihnen gebührt!

Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung

Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung – Eintritt frei



14.11.2018 19.00 Uhr

 

Worträume III - Werklesungen
Martina Bilke, Martine Lombard, Hedi Schulitz

 

Martina Bilke lebt in Karlsruhe. Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte in Mainz und Wien promovierte sie über den Wiener Satiriker Karl Kraus. Sie veröffentlichte Geschichten und Lyrik (zuletzt 2018) und gab „Hirschbrückentage“ (Karlsruhe 2015, mit Martina Leiber) und „Einander im Schreiben begegnen. Texte aus der Schreibwerkstatt für Flüchtlingskinder“ heraus. (Karlsruhe 2016, mit Abier Bushnaq und Fritz Kölling). 2012 erschien ihr Roman „Erben“, 2016 der Karlsruhe-Roman „Orlandos Fächer“ im Kleinen Buchverlag in Karlsruhe.

 

Sie stellt ihren noch in Arbeit befindlichen Roman vor, in dem es um eine Familiengeschichte geht, die zwischen Venezuela und Deutschland spielt.

 

 

Martine Lombard, *1964 in Dresden. Germanistik-, Fremdsprachen- und Dolmetscherstudium in Ostberlin und Paris. Arbeit als Dolmetscherin, Übersetzerin und Trailerredakteurin bei ARTE in Straßburg sowie freiberuflich. Publikationen in Zeitschriften und Anthologien. Ihr Debüt-Roman erscheint 2019 im Mitteldeutschen Verlag. Darin setzt sie sich mit dem Scheitern eines Lebensentwurfs auseinander. Der Roman handelt von Eifersucht, Sexismus, Fruchtbarkeit und Kreativität und thematisiert die Beziehungen zwischen Eltern und erwachsenen Kindern.

 

Sie liest aus ihrer Geschichte „Mutter, Vater, Kind“ – über den Emanzipationsversuch einer „aus der Art geschlagenen“ Tochter zur Nachwendezeit.

 

Hedi Schulitz, in Rastatt geboren, aufgewachsen im Saarland, danach über 30 Jahre in Berlin. Studium der Romanistik und Slawistik. Tätigkeiten im Kulturmanagement, 2002 Stipendiatin im Alfred-Döblin-Haus in Wewelsfleth. Lebt seit 2006 in Karlsruhe. Seit 2007 Mitglied der GEDOK-Karlsruhe, dort seit 2008 Fachbeirätin für Literatur. Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften, schreibt vorwiegend Prosa, hat insgesamt 2 Anthologien herausgegeben, zuletzt im Zeitschnur-Verlag, Karlsruhe. Ihr Roman "Die Schattenfrau" ist 2014 in Lindemanns Bibliothek in Karlsruhe erschienen.

 

In dem noch nicht veröffentlichten Roman "Jochan und die schönen Madonnen" geht es um eine Vatersuche, die die Protagonistin bis nach Schlesien und Kaschubien führt.

 

Eintritt frei, Spenden erwünscht

 

Die Lesung von Martina Bilke wird gefördert vom Förderkreis deutscher Schriftsteller Baden-Württemberg (FdS).

 

Autorinnnen der Worträume am 14.11.2018 in der GEDOK Karlsruhe - Martina Bilke, Martine Lombard, Hedi Schulitz
Martina Bilke, Martine Lombard, Hedi Schulitz (von oben)


2.12. bis 23.12.2018

be touched - projekt3drei

Vernissage: Samstag, 1.12. um 19.00 Uhr

 

Einführung: Birgit Spahlinger, Astrid Hansen

 

Fotografie-Ausstellung mit den einjurierten Bildern aus der gleichnamigen Ausschreibung der Fachgruppe Fotografie und Medienkunst.
Die ausgewählten Fotografien werden in einer Großprojektion mit drei Beamern jeweils 30 Sekunden lang exklusiv gezeigt.

Der Soundkünstler Rüdiger Blank wird speziell für diese Präsentation ein musikalisches Konzept ausarbeiten.

 

Geänderte Öffnungszeiten: Mi bis So 17.00 bis 19.00 Uhr

 

Informationen zum projekt3drei

Foto: Paz Cardenas (projekt3drei 2017)
Foto: Paz Cardenas (projekt3drei 2017)