Archiv 2018 - Ausstellungen


23.06.2018 bis 15.07.2018

KONTEMPLATIVE RÄUME... UND MEHR  — Beate Kuhn

Installation - Fotodokumentation

 

Die Installationsreihe „Kontemplative Räume“ der Künstlerin Beate Kuhn fand ihren Anfang im Hafermagazin Landau. In einem durch blaue Fenster erleuchteten Raum hingen neun Seidenbaldachine, welche im Luftzug schwingend von den Besuchern als Räume betreten werden konnten. Diese Idee wird nun erweitert, indem die Künstlerin den geschlossenen Raum verlässt. In Neuseeland wählte sie die Form einer Pyramide, welche an besonders ausgewählten Orten in der Natur und nur für kurze Zeit aufgestellt wurde, so beispielsweise in der Nähe eines Vulkans, eines Wasserfalls, oder inmitten eines Waldes. In Brasilien entstanden im Rahmen einer Künstlerresidenz magentafarbene Installationen aus Seide in der Nähe des Ozeans.

Alle diese Arbeiten zeichnet ein meditativer Charakter aus, der auf ein Innehalten des Betrachters zielt. Auch geht es der Künstlerin um eine Wieder-Verbindung mit der Natur. Dies wird mittels eines selbst hergestellten und selbst getragenen Textils aus gesammelten Flechten besonders deutlich zum Ausdruck gebracht. Eher subtil verbirgt sich dahinter eine politische Botschaft...

 

Vernissage

Einführung: Evelyn Hoffmann
Lesung: Beatos - eine von Zeichnungen der Künstlerin inspirierte Kurzgeschichte der  argentinischen Autorin Marina Luisa Caamaño, musikalisch begleitet von Heinz Möllinger, Klavier

 

Beate Kuhnhat an den Kunstakademien in Glasgow, Berlin und Karlsruhe studiert.
Website

Ausstellung KONTEMPLATIVE RÄUME von Beate Kuhn Installation - Fotodokumentation
Beate Kuhn, Flechtenkleid am Meer


26.05. bis 17.06.2018

SPEZIES ROTKÄPPCHEN — Sonja Streng

Sonja Strengs Malereien und Zeichnungen beschäftigen sich mit besonderen Worten, besonderen Orten und Namen, Erinnerungsfragmenten, Fundstücken, geistiger oder greifbarer Art. Dabei entsteht in Werkgruppen und Serien mit großformatigen Malereien, Farbzeichnungen und Collagen eine persönliche, aber auch allgemein gültige Erinnerungskultur, wie beispielsweise über die „Spezies Rotkäppchen“, die sinnstiftend und Inspirationsquelle für diese Ausstellung war.

 

Vernissage

Musikalische Begleitung: !ENCANATADOS!
Ines Haffner, Schauspielerin und Sängerin und Leonhard Schneider, Akkordeonist und Gitarrist

 

Sonja Streng
studierte von 1991-1997 an der freien Haller Akademie der Künste in Schwäbisch Hall.
Atelier: Schloss Kirchberg, 74592 Kirchberg a.d.Jagst
Website

Ausstellung Spezies Rotkäppchen GEDOK Karlsruhe
Sonja Streng, Rotkäppchen unterwegs, Acryl auf Lw. , 2017



22.04. bis 19.05.2018

BOTOX FÜR ALLE — zu Risiken und Nebenwirkungen: fragen Sie!

1968 - 2018: Von Flower-Power zu Instagram.
Transdisziplinäre Veranstaltung der GEDOK

 

Gastkünstlerin: Annegret Soltau

Ingrid Bürger, Beatemarie Busch,
Babsi Daum, Verok Gnos, Elke Hennen,
Jutta Hieret, Anna Higgs, Gloria Keller,
Sylvia Kiefer, Hannelore Lücke-Rausch,
Lilo Maisch, Isabell Reiling, Ute Reisner,
Meggi von Rochell, Rose Schrade,
Petra Weiner-Jansen


Vernissage


Grußwort: Dr. Susanne Asche, Leiterin Kulturamt Stadt Karlsruhe
Einführung: Dr. Chris Gerbing
Musikalische Begleitung: Ute Reisner, psychodelic liberations 4.0, elektronische Komposition und Live-Improvisation
Performance mit Körperobjekten: Elke Hennen

 

Begleitprogramm

Annegret Soltau: Generativ - Selbst mit Tochter, Mutter und Großmutter, vernähte Fotos
Annegret Soltau: Generativ - Selbst mit Tochter, Mutter und Großmutter, Fotovernähung 1994, VG Bild Kunst, Bonn 2018


16.03. bis 08.04.2018

Aschenputtels Lust - walk along

Objekte | Installation | Fotografie | Film | Mitmachaktion
Verok Gnos, Jutta Hieret, Iris Kamlah, Gloria Keller

 

Vernissage
“Schuhe können dein Leben verändern. Frag' Aschenputtel!”
Texte rund um den Schuh
Tangovorführung mit Brigitte Albert und Carlo Sansour

 

Mitmachaktion
“Was geht? walk along”
Besucher*innen auf einem Parcours in außergewöhnlichen Fußbehältern

 

Finissage
Elke Hennen, Performance

 

Über die Schutzfunktion für Füße hinausgehend sind Schuhe Sinnbilder für das Gehen und die Fortbewegung. Sogleich setzt sich eine Gedankenkette in Gang und assoziiert die unterschiedlichsten Bewegungsarten: rennen, hasten, schleichen, flanieren, tanzen, hüpfen, oder auch stampfen, trampeln, treten und marschieren. Sogar Zorn, Wut, Gewalt und Zerstörung können durch Schuhe ausgedrückt werden. Eine Fülle an Assoziationen stellt sich ein - wir gehen neue Wege, wir kreuzen Wege, treten in die Fußstapfen anderer oder müssen in die zu großen Schuhe eines anderen schlüpfen. Die Alltagssprache greift das Vokabular auf: Wie geht's? Was geht? Geht’s noch? Läuft bei dir!

 

Ob als goldener Pantoffel, roter Schuh, zertanzter Schuh oder Stiefel – der Schuh spielt in diversen Märchen und Geschichten eine zentrale, symbolische Rolle. Im Märchen „Aschenputtel“ der Brüder Grimm zum Beispiel erhält der goldene Schuh eine Schlüsselrolle: seine phallusähnliche Form wird psychoanalytisch in Verbindung mit Sexualität und dem Verlust der Jungfräulichkeit interpretiert.

 

Was sagen Schuhe über uns aus? Wie und wohin tragen sie uns? Und welche individuelle Geschichten werden von ihnen transportiert? Im Rahmen einer außergewöhnlichen Mitmachaktion kann Bewegung in ungewohnten „Fußbehältern“ ausprobiert, bewusst gemacht und neu erspürt werden.

Ausstellung Aschenputtels Lust
von oben: Jutta Hieret - lüftig / Iris Kamlah - Modell Dolores / Verok Gnos - Was geht?


16.02. bis 11.03.2018

Postkoloniale Kunst aus Zentralasien


Digital-Art, Zeichnung, Fotografie, Video-Art


Saule Dyussenbina - Bakhyt Bubicanova, Kasachstan
Olesya Roskos - Sonata Raiymkulova,
Kirgisistan
Alla Rumyantseva,
Tadschikistan
Umida Ahmedova
, Usbekistan


kuratiert von Eugenia Jäger

Vernissage-Einführung: Moritz Thinnes, M.A., Kunstwissenschaftler

 

Zentralasien lebt seit mehreren Generationen unter dem kulturellen Einfluss des Westens in vielen Bereichen: Musik, Architektur, Philosophie, Literatur, Kino, zeitgenössische Kunst, Design, Sport, Elektronik usw. Diese zentralasiatischen Länder sind also - im Vergleich zu vielen anderen asiatischen Ländern – stark europäisch geprägt.

Die Situation der zeitgenössischen Kunst im post-sowjetischen Zentralasien ist alles andere als leicht. Die Euphorie des Aufbruchs nach der Auflösung der UdSSR ist längst abgelöst: übrig bleibt ein schleppender Demokratisierungsprozess, in dem Künstler*innen sich nun ihren Weg bahnen müssen - unter extrem widrigen Rahmenbedingungen. Der Übergang zur Marktwirtschaft hat das tägliche Leben und die sozialen Rollen in Zentralasien grundlegend verändert. Zentralasien liegt fernab der Kunstachse New York-London-Berlin, internationale kulturelle Veranstaltungen sind deshalb eher selten. Tatsächlich suchen Zentralasiatische Länder 26 Jahre nach ihrer Unabhängigkeit noch immer eine eigene Identität; immerhin leben hier rund 120 verschiedene Nationalitäten friedlich miteinander! Die Kultur-Engagierten bemühen sich intensiv um die Pflege und Förderung der heimischen Kunst und Kultur sowie um den Ausbau der internationalen Kulturbeziehungen, um die Kunst in die modernen Entwicklungstendenzen zu integrieren.

 

Die Ausstellung im GEDOK Künstlerinnenforum bietet dafür eine Chance und wird mehr Licht auf die zentralasiatische Kunst werfen. Das Projekt zeigt das Schaffen von 6 Künstlerinnen aus den früheren Sowjetrepubliken Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan; die Werke zeugen von neuen ideologischen Entwicklungen und einer Wiedergeburt alter prä-sowjetischer und sogar prä-islamischer Kulturen. Die Ausstellung analysiert die transformative Natur von Erfahrungen, zu denen politische Grenzen, kulturelle Identität, sozialer Kampf und persönliche Neuorientierung gehören.
(Eugenia Jäger, Kuratorin)

 

Postkoloniale Kunst aus Zentralasien
Bakhyt Bubicanova, Peri
Postkoloniale Kunst aus Zentralasien
Sonata Raiymkulova


12.01. bis 11.02.2018

 

WHY KNOT? Sabine Schäfer

 

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